{"id":913,"date":"2017-05-25T18:50:55","date_gmt":"2017-05-25T16:50:55","guid":{"rendered":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/texte\/auszug-aus-der-eroeffnungsrede-anlaesslich-der-ausstellung-hubert-rieber-skulptur-guenter-walter-zeichnung-im-stadtmuseum-huefingen-2\/"},"modified":"2024-06-20T19:21:53","modified_gmt":"2024-06-20T17:21:53","slug":"eroeffnungsrede-anlaesslich-der-ausstellung-parallelen-im-museum-der-wahrnehmung-muwa-graz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/dr-theres-rohde\/eroeffnungsrede-anlaesslich-der-ausstellung-parallelen-im-museum-der-wahrnehmung-muwa-graz\/","title":{"rendered":"Parallelen"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":412,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38],"tags":[41],"class_list":["post-913","post","type-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-dr-theres-rohde","tag-eroeffnungsrede"],"grid":"{\r\n  \"colCount\": 24,\r\n  \"colGutter\": 0.1,\r\n  \"rowGutters\": [\r\n    0\r\n  ],\r\n  \"frameMargin\": 5,\r\n  \"leftFrameMargin\": 0,\r\n  \"rightFrameMargin\": 0,\r\n  \"topFrameMargin\": 18,\r\n  \"bottomFrameMargin\": 3.6,\r\n  \"rowAttrs\": [\r\n    {},\r\n    {}\r\n  ],\r\n  \"bgColor\": null,\r\n  \"cont\": [\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<h1 class=\\\"_Textschrift_Ueberschrift\\\">Er\u00f6ffnungsrede anl\u00e4sslich der Ausstellung \u201eParallelen\u201c im Museum der Wahrnehmung (MUWA), Graz, \u00d6sterreich<\/h1><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">\u00a0<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">\u00a0<\/p><h3 class=\\\"_Motto\\\">\u201eDie Linie ist eine Kraft \u2013 sie entlehnt ihre Kraft der Energie dessen, der sie gezogen hat.\u201c<\/h3><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">\u00a0<\/p><p class=\\\"_Textschrift\\\">Diese Worte stammen nicht von mir und beziehen sich zun\u00e4chst einmal auch nicht auf G\u00fcnter Walter, f\u00fcr den ich heute diese Einf\u00fchrung sprechen m\u00f6chte. Doch die These wird uns heute Abend begleiten und wir werden entdecken, dass sie uns die Augen f\u00fcr Walters Arbeiten \u00f6ffnen k\u00f6nnen.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Das Zitat stammt aus Henry van de Veldes Essay \u201eDie Linie\u201c aus dem Jahr 1910. Wer \u00fcber die Linie redet und wer mit ihr arbeitet, der verweist h\u00e4ufig auf diesen Text des belgischen Allesk\u00fcnstlers: Maler, Kunstgewerbler, Bauk\u00fcnstler. Auch Eugen Gomringer tat dies bereits vor 10 Jahren. Den Bezug zu Henry van de Velde stelle ich allerdings nicht her, um mein kunsthistorisches Wissen zu beweisen. Van de Velde und Gomringer spielen f\u00fcr mich pers\u00f6nlich eine wichtige Rolle und f\u00fchren mich in meiner eigenen Biographie \u00fcber Weimar, nach Ingolstadt und heute hier zu Ihnen ins MUWA nach Graz.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">An der Bauhaus-Universit\u00e4t in Weimar verbrachte ich die Zeit meines Studiums und meiner Dissertation und befand mich damit an der Nachfolgeinstitution der einstigen Kunstgewerbeschule von eben diesem Henry van de Velde. Zu den Hochschulgeb\u00e4uden z\u00e4hlen bis heute zwei, die er einst errichtete. Er wird dem Jugendstil zugeordnet, den man mit seinen Blumendekoren als etwas \u00dcberladenes, Phantastisches und Dekoratives verbindet. Betrachtet man allerdings die Bauten in Weimar, dann bleibt ein Staunen. F\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse waren sie geradezu n\u00fcchtern. Sie werden bis auf wenige Ausnahmen von nur einem Element verziert: der Linie.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Die Linie emanzipierte sich bei Van de Velde von den Aufgaben eine Umrandung oder Begrenzung zu sein. Im bisherigen Hilfsmittel wurde selbst \u00e4sthetisches Potenzial erkannt. \u201eDie Linie ist eine Kraft\u201c, so Van der Velde, nicht aber ohne seine eigene Rolle als K\u00fcnstler zu unterstreichen: \u201eSie entlehnt ihre Kraft der Energie dessen, der sie gezogen hat.\u201c Die Linie sollte mir an meinem ersten Tag in Weimar begegnen und f\u00fcr mich bis heute eine wichtige Rolle spielen. Inzwischen habe ich l\u00e4ngst erkannt, dass sie mehr als etwas Dekoratives ist. Sie ist von Bedeutung f\u00fcr jene Richtung von Kunst, f\u00fcr die ich heute hier stehe.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Aus der Vereinigung der Kunstgewerbeschule Van de Veldes mit der ebenso dort ans\u00e4ssigen Kunsthochschule ging 1919 das Bauhaus hervor. Auch dort setzte man sich wie bei Paul Klee mit der Linie auseinander. Neben ihm waren Walter Gropius, Wassily Kandinsky, Johannes Itten oder Lyonel Feininger Meister der Schule. Einem wurde dieser Lehrauftrag nicht zugewiesen, obwohl er zur gleichen Zeit auch in Weimar weilte: Theo van Doesburg. Er wird im Kontext dieses Abends eine wichtige Rolle spielen. Nur wenige Jahre sp\u00e4ter, 1930, pr\u00e4gte er in einem Manifest den Namen einer Kunstrichtung: Konkrete Kunst.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Das Bauhaus, der Russische Konstruktivismus und die DeStijl Richtung gelten als Vorl\u00e4ufer dieser ungegenst\u00e4ndlichen Kunst, die eine nicht sichtbare Welt abbildet. Ihre Elemente abstrahieren von nichts. Sie sind nicht abstrakt, sondern konkret gemeint und so spielt neben Farben, Formen und Materialien speziell die Linie eine besondere Rolle. Eugen Gomringer, der Van de Velde zuerst in der Auseinandersetzung mit G\u00fcnter Walter ins Spiel brachte, gilt als Vater der Konkreten Poesie, der sprachlichen Richtung der Konkreten Kunst. Eugen Gomringer kannte viele Vertreter der Z\u00fcricher Konkreten der 1930er, als die Konkrete Kunst vor allem noch eine streng mathematische war. Er baute sich eine Sammlung von Gem\u00e4lden u. a. von Richard Paul Lohse oder Max Bill auf. Vor 25 Jahren wurde diese Sammlung von der Stadt Ingolstadt angekauft und damit das Fundament des Museums f\u00fcr Konkrete Kunst gelegt. Seit 2014 bin ich hier besch\u00e4ftigt, seit 2016 die Kuratorin am Haus. Als genau diese wurde ich eingeladen, heute hier zu sprechen. \u00dcber Henry van de Velde in Weimar, zu Eugen Gomringer in Ingolstadt f\u00fchrt mein Weg also heute zu Ihnen nach Graz, zu Ihnen G\u00fcnter Walter. Ob Sie wollen oder nicht, der Konkreten Kunst werden Ihre Arbeiten h\u00e4ufig zugeordnet. Das habe ich in den Gespr\u00e4chen mit Ihnen gemerkt, Sie str\u00e4uben sich ein bisschen. Sie m\u00f6chten nicht \u201ein diese Schublade\u201c gepresst werden.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Betrachtet man die Haltung der Z\u00fcricher Konkreten, die diese Kunstrichtung als etwas sahen, was rein mathematisch und rational begr\u00fcndet liegt und nichts Unbewusstes oder Subjektives zul\u00e4sst, so kann ich diesen Widerwillen gut verstehen. Aber es gibt allen Grund sich hier zu entspannen. Das Museum f\u00fcr Konkrete Kunst in Ingolstadt hat mit seiner Direktorin Frau Dr. Simone Schimpf ein Team, welches die Grenzen der Konkreten Kunst l\u00e4ngst nicht mehr so eng zieht. Der Begriff der Konkreten Kunst hat f\u00fcr uns nichts Statisches, Eindimensionales. Da ist Platz f\u00fcr Gegens\u00e4tze und Entwicklung, auch f\u00fcr Subjektives. Da ist Platz f\u00fcr G\u00fcnter Walter.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Was wir in der Ausstellung \u201eParallelen\u201c im Museum der Wahrnehmung sehen, sind Zeichnungen aus vier Bleistift- und vier Buntstiftserien. Dieser Titel hat mein Interesse geweckt. Der Begriff der Parallele kommt aus dem Griechischen und bedeutet \u201enebeneinander befindlich\u201c. Er ist in verschiedenen Feldern im Einsatz. Zum Ersten bezeichnet die Parallele in der Geometrie zwei Geraden, die in einer Ebene liegen, sich allerdings nirgends schneiden, sondern eben parallel zueinander stehen. Zum Zweiten bezeichnet eine Parallele eine \u00c4hnlichkeit, sei es von einem Verhalten oder einem Sachverhalt. Zum Dritten gibt es die Parallele in der Musik. Damit wird entweder beschrieben, dass zwei Stimmen eine melodische Bewegung in gleichbleibenden Intervallen ausf\u00fchren oder es bedeutet das harmonische Verwandtschaftsverh\u00e4ltnis zwischen Akkorden oder Tonarten. Geometrische Beziehungen, \u00c4hnlichkeiten, Musik \u2013 auch wenn es zun\u00e4chst abwegig klingt, all das steht in Beziehung mit den Werken G\u00fcnter Walters. Gerne m\u00f6chte ich Ihnen das ausf\u00fchren. Am Begriff der \u201eParallelen\u201c ist besonders, dass er sowohl den Prozess als auch das Ergebnis dieser Werke beschreibt \u2013 Werke voll aus Linien.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">G\u00fcnter Walter zieht Linien. G\u00fcnter Walter kreiert keine Formen. G\u00fcnter Walter schafft keine Umrisszeichnungen. G\u00fcnter Walter zieht Linien. Die Linie steht f\u00fcr sich selbst. Sie hat sich emanzipiert. Sie ist zum autonomen Gestaltungsmittel geworden. Formen entstehen, doch sie sind ihm nicht wichtig, sie sind das Resultat seines Konzepts, eines Linien-Konzepts. Walter zieht seine Linien parallel. Er nimmt das Lineal als Hilfsmittel, um Genauigkeit zu erlangen. Die Linie hat f\u00fcr ihn etwas Objektives. Er geht geplant vor, fertigt zun\u00e4chst Entw\u00fcrfe und nur die, die ihn \u00fcberzeugen, f\u00fchrt er in fertigen Zeichnungen aus.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Manche Zeichnungen basieren auf horizontaler Ausrichtung, manche auf vertikaler. In jedem Fall liegt den ausgef\u00fchrten Parallelen eine geordnete Geometrie zu Grunde. Doch ob horizontal oder vertikal: Linie um Linie, kann so etwas Geplantes interessant sein? Und ob, denn hier greift die zweite Bedeutungsschicht des Begriffs der Parallelen. Die Parallelen von Walter sind nicht gleich, sie sind \u00e4hnlich und die teils nur minimalen Abweichungen erzeugen die Spannungen in den Bildern.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Wo es \u00c4hnlichkeiten gibt, da existieren auch Unterschiede. Diese Unterschiede resultieren aus der Hand G\u00fcnter Walters selbst. Erinnern wir uns an Henry van de Velde: \u201eDie Linie ist eine Kraft \u2013 sie entlehnt ihre Kraft der Energie dessen, der sie gezogen hat.\u201c Derjenige, der hier Linien zieht, das ist G\u00fcnter Walter. Arbeitet er mit dem Lineal, so ist es doch noch immer kein Computer, sondern seine Hand, die die Parallelen schafft. Mit ihr kann keine 100%ige Gleichm\u00e4\u00dfigkeit erzeugt werden \u2013 und G\u00fcnter Walter will es auch nicht. Seine Arbeiten leben zum einen vom objektiven Charakter der Linie, zum anderen durch die kleinen St\u00f6rungen. Das ist nicht nur eine Folge der Technik, sondern auch des pers\u00f6nlichen Befindens des K\u00fcnstlers. Auch dies schleicht sich in den Prozess ein und f\u00fchrt zum subjektiven Charakter der Arbeiten. Walter liebt das Spiel mit den Widerspr\u00fcchlichkeiten: subjektiv \u2013 objektiv. Lassen sie sich in den Bleistiftarbeiten aufsp\u00fcren, dann gilt dies wohl noch viel mehr in seinen Werken gezeichnet mit Buntstift.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Gerade die Farbe hat f\u00fcr den K\u00fcnstler etwas Subjektives. Nichtsdestotrotz geht er auch hier ganz geplant vor. Walter k\u00fcmmert sich in seinen Entw\u00fcrfen zun\u00e4chst um die Farbigkeit. Er experimentiert so lange, l\u00e4sst teilweise den Zufall entscheiden, bis er den Klang gefunden hat, mit dem er weiterarbeiten will. Und mit dem Klang sind wir bei der dritten Bedeutungsebene der Parallele. Wir sind bei der Musik. Dort hat die Parallele etwas mit melodischen Abst\u00e4nden oder mit einem harmonischen Verh\u00e4ltnis zu tun. Auch das sind wiederum Aspekte, die man in den Werken von Walter wahrnehmen kann.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Tats\u00e4chlich sieht der K\u00fcnstler seine Arbeiten ganz in der N\u00e4he der Musik. Er erz\u00e4hlte mir, seine vielen Skizzen m\u00fcnden am Ende in einer Zeichnung. Dieser Vorgang erinnert, so sagte er, der Arbeit an einer Partitur. Bei einer Partitur handelt es sich um eine Notation mehrstimmiger Musik. Einzelstimmen sowie ihre Koordination lassen sich an ihr \u00fcberblicken. Auch eine Partitur basiert auf Linien: auf Notenlinien. Sie stellen das Ger\u00fcst dar, auf dem die T\u00f6ne in Rhythmen angeordnet sind. Jede Zeile wird von einem anderen Instrument des Ensembles gespielt. Jede steht f\u00fcr sich, doch macht sie erst Sinn in einem Zusammenspiel. Von Bedeutung ist weniger der einzelne Ton, sondern der Gesamtklang. T\u00f6ne und Klangfarben, es gibt sie in der Musik und in der Kunst. Dass das Vokabular beider Richtungen einander derart gleicht, halte ich f\u00fcr keinen Zufall. Und ich bin sicher, dass tut auch G\u00fcnter Walter nicht. Es gibt eine weitere Gemeinsamkeit zwischen seinen Zeichnungen oder einer Partitur: Sie sind anspruchsvoll. F\u00fcr den, der sie erstellt und den, der sie betrachtet. Eine Partitur aufzusetzen, erfordert meisterhaftes Geschick. Um zu ihr zu gelangen, wird vieles probiert, vieles verworfen. Etwa weil die Stimmen doch nicht harmonieren oder weil die erzeugten Spannungen nicht \u00fcberzeugend genug sind. Die Genialit\u00e4t desjenigen, der eine Partitur schreibt, steckt vor allem in seinem Vorstellungsverm\u00f6gen. Er vermag es, zu imaginieren, welchen Gesamtklang seine Aufzeichnungen beim Spielen ergeben. Das ist f\u00fcr den Betrachter weitaus schwieriger. F\u00fcr den, der sie zu lesen vermag, bietet sie nach konzentriertem Betrachten Orientierung. Wer nicht \u00fcber musikalisch-theoretisches Vorwissen verf\u00fcgt, f\u00fcr den stellen die Bl\u00e4tter wohl nur ein Gewimmel von Punkten an Strichen auf Linien dar. Die Partitur ist etwas, auf das sich der Betrachter einlassen muss.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Exakt das verlangt G\u00fcnter Walter auch vom Betrachter seiner Werke. Er w\u00fcnscht sich, dass er sich Zeit nimmt und Geduld aufbringt. Er w\u00fcnscht sich, dass er die Bilder ansieht, wie er Musik h\u00f6ren w\u00fcrde. Auch sie kann man nicht rasch erfassen. Aber wenn man sich einnehmen l\u00e4sst von der Kunst, dann l\u00f6st sie etwas aus. Dann ergibt sich wie bei der Partitur eine Nah- wie Fernwirkung. Von Nahem kann er sich die Details jeder einzelnen Linie und Linienf\u00fchrung erschlie\u00dfen. Es zeigen sich, \u00e4hnlich wie in der Musik, die Stimmungen des K\u00fcnstlers und auch die kleinen Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten der Linie.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">Betrachtet er das Werk aus der Ferne, dann zeigt sich das gro\u00dfe Ganze, das Besondere des Gesamtbildes. Da erkennt man kaum noch den einzelnen Strich, da offenbaren sich stattdessen farbige Felder. Selbst Bleistiftarbeiten wirken aus der Ferne farbig! Nah wie fern, beides hat also seinen Reiz. F\u00fcr beides braucht man Zeit!<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">So sch\u00f6n der Vergleich ist: Partitur und Zeichnung lassen sich aber nicht vollkommen gleichsetzen. Um den Klang der Partitur zu erleben, braucht es das Ensemble oder Orchester. F\u00fcr den Farbklang der Bilder ist solche \u00dcbersetzungsleistung nicht vonn\u00f6ten. Die fertigen Zeichnungen kann der Betrachter direkt erleben. Und ich spreche nicht aus Versehen vom Erlebnis. Denn erst dieses setzt ihre ganze Kraft der Linie frei, von der Henry van der Velde gesprochen hat. Ob man nun ein Musikst\u00fcck von der CD h\u00f6rt oder die Bilder G\u00fcnter Walters auf einer Fotografie sieht: Nie kommt ein solcher Kontakt nur ann\u00e4hernd an die Kraft heran, die sich freisetzt, wenn man selbst zugegen ist. Da n\u00fctzt keine Reproduktion etwas. Da braucht es direkte Anwesenheit.<\/p><p class=\\\"_Textschrift_Einzug\\\">\u00a0<\/p><h2 class=\\\"_Autor\\\">Dr.\u2006Theres Rohde<\/h2>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 0,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 24,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 4,\r\n      \"frameOverflow\": \"left\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"_Icons\\\"><a href=\\\"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/texte\/\\\">\u00d7<\/a><\/p>\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 1,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 5,\r\n      \"classes\": \"close\"\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=913"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/913\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guenterwalter.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}